Preisüberwachung

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Günstiger Euro + Cassis de Dijon = Tiefere Konsumentenpreise (?)

by Stefan Meierhans 19. Mai 2010 13:43

Crème de Cassis - Neon ja - WikipediaDer Bundesrat hat entschieden: Ab dem 1. Juli 2010 gilt in der Schweiz das sogenannte Cassis-De-Dijon-Prinzip. Ich habe bereits früher einmal darüber gebloggt; erfreulich ist, dass es nun ab 1. Juli diesen Jahres so weit sein wird.

Die Beseitigung technischer Handelshemmnisse erleichtert die Vermarktung von Importprodukten - jene Kategorie von Produkten, die in der Schweiz traditionell mehr kosten als im Ausland. Allerdings ist die Liste der Ausnahmen doch recht lange - vor übertriebenen Erwartungen muss man deshalb warnen. Namentlich bei Lebensmitteln, Kosmetika, Textilien und Velos ergibt sich nun ein Preissenkungspotential.

Neben Cassis-De-Dijon ist der Euro so günstig wie noch nie. Der starke Schweizer Franken führt dazu, dass Importeure - sofern in Euro abgerechnet wird - für Importwaren weniger zahlen müssen. Herrscht wirksamer Wettbewerb, muss dieser Währungsvorteil über kurz oder lang auch im Portemonnaie von Herrn und Frau Schweizer zu spüren sein.

Importeuer oder Importeur?
Konsumentenfreundliche Importeure - oder solche, die von der Konkurrenz nicht ausgebootet werden wollen - tun gut daran, Währungsvorteile an die Kundinnen und Kunden weiter zu geben. Jene, die nur ihre Marge vergrössern wollen, werden aufgrund des Wettbewerbsdrucks, mit tieferen Marktanteilen aufgrund aufmerksamer Kundinnen und Kunden dafür bezahlen. Das seco wird die Auswirkungen der Gesetzesnovelle monitoren.

Auch wir als Konsumenten können hier unsere Rolle spielen: Indem wir den Markt nutzen, vergleichen - und namentlich bei teureren Importgütern vor dem Kaufentscheid den Verkäufer auf Wechselkursvorteile hinweisen und deren Weitergabe verlangen. Oder - wenn die Differenz zu gross oder der Verkäufer nicht verhandlungsbereit ist - halt wohl oder übel im Ausland einkaufen.

Bildquelle: Wikipedia, Neon ja.

Und sie sinken doch!

by Stefan Meierhans 14. April 2010 11:20

Anfangs Woche habe ich mich ganz speziell gefreut, als ich auf einen Artikel der „Zentralschweiz am Sonntag“ gestossen bin. Unter dem Titel „Parallelimporte lassen Preise purzeln“ hat der Journalist Stefan Kyora die Preisbewegungen ausgewählter Produkte nach der Aufhebung des Parallelimport-Verbots analysiert. In seinen Beobachtungen kommt er zum Schluss, dass die Preise mit zunehmenden Parallelimporten sinken.

So berichtet Kyora zum Beispiel über einen findigen Zuger Unternehmer, der bereits seit einiger Zeit Gillette-Produkte aus aller Welt in die Schweiz importiert. Dank dieser Einkaufsstrategie könnten sich die Schweizer Kunden unter dem sonst herrschenden Preisniveau mit diesen Markenartikeln eindecken. Nicht nur Hygieneartikel, sondern auch Bekleidung, Wohnbedarf oder Parfüms würden vermehrt nicht mehr auf dem Weg des jeweiligen Generalimporteurs beschafft, sondern bei anderen ausländischen Anbietern zu vorteilhafteren Konditionen geordert; so gäbe es unter anderem auch einzelne Autohändler, die ihre Neuwagen direkt im Ausland beschaffen würden – und diese so um einiges günstiger weiterverkaufen könnten.

Die Markenartikelhersteller mögen dieses Einkaufsverhalten nicht goutieren, müssen es jedoch zähneknirschend hinnehmen. Seit letzten Sommer das Importverbot für patentgeschützte Produkte aus dem europäischen Wirtschaftsraum aufgehoben wurde, bröckelt die Hochpreisinsel Schweiz; zwar noch etwas zaghaft und langsam, dafür aber stetig. Es zeichnet sich zunehmend ab, dass die Schweizer Kunden Preisdiskriminierungen gegenüber dem benachbarten Ausland gerade bei Artikeln des täglichen Gebrauchs immer weniger tolerieren und dass sich die Anbieter andere Einkaufskanäle mit günstigeren Konditionen suchen (müssen), um konkurrenzfähige Preise bieten zu können.

In diesem Sinne: Eine Schwalbe macht zwar noch keinen Sommer, es bleibt aber zu hoffen, dass sich dieser Trend zum vermehrten Parallelimport weiterhin fortsetzt; nicht zuletzt weil die Preisdiskrepanzen gegenüber unseren Nachbarländern meines Erachtens kaum gerechtfertigt werden können.

Foto: Flickr, Jens Dahlin

Guter Rat muss nicht teuer sein

by Stefan Meierhans 24. Juli 2009 09:07

Bestimmt kennen Sie eine steuergünstige Gemeinde in der Schweiz. Aber kennen Sie auch den Preis für eine Parkkarte in der Blauen Zone in verschiedenen Städten? Während der Steuerwettbewerb unter den Gemeinden und Kantonen auch für Transparenz sorgt, sind Gebühren oft ein Buch mit sieben Siegeln. Immer neue Abgaben erschweren den Vergleich zusätzlich.

Vergleichen lohnt sich

Wie ich bereits im letzten Beitrag angekündigt habe, wollen wir der oft beklagten Intransparenz im Gebührendschungel Abhilfe schaffen und das "Gebührenangebot" auf unserer Homepage ausbauen. Gleichzeitig möchte ich Sie auf bereits bestehende Vergleichsseiten hinweisen. Kennen Sie zum Beispiel mymedi.ch? Hier können Sie einfach und bequem herausfinden, ob für Ihr Medikament ein Generikum erhältlich ist. Damit können Sie aktiv zur Senkung der Gesundheitskosten beitragen.

Auf die Schnelle habe ich im Internet Preisvergleichsseiten für verschiedene Dienstleistungen gefunden. Auf reisehit.ch vergleichen Sie Ferienangebote, comparis findet für Sie jenen Mobilfunk-Preisplan, der am besten zu Ihnen passt. Und die Preissuchmaschine.ch findet für Sie die günstigste Digitalkamera für Ihre Ferienschnappschüsse. Diese Aufzählung ist nicht abschliessend. Viele weitere Vergleichsseiten dürften existieren.

Seit der Erfindung des Internets wurde das (Preis-)Vergleichen stark vereinfacht. Das ist in meinen Augen sehr lobenswert. Nutzen Sie dieses Angebot, denn wie heisst es doch so schön: Rat nach der Tat kommt zu spat.

Kennen auch Sie einen guten Vergleichsdienst?

Bildquelle: flickr 

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Der Preisüberwacher übernimmt für die auf diesem Blog verlinkten Websites als auch für deren Inhalte, die darauf angebotenen Produkte, Dienstleistungen oder sonstigen Angebote keine Haftung.

Detailhandel und Wettbewerb

by Stefan Meierhans 19. März 2009 16:32

Entrée sur le marché du 2ième "hard-discount" en Suisse - conséquences 
Entrata sul mercato del 2o "hard-discount" - consequenze
 

Begleitet von grossem Medienrummel und heftigen Diskussionen eröffnete in diesen Tagen der zweite deutsche Hard-Discounter seine Tore in der Schweiz. Der Kampf um die tiefsten Preise geht in eine neue Runde und viele fragen sich, ob dabei nicht die Qualität auf der Strecke bleibt.

Nun mag man sich fragen, was der Preisüberwacher im Markt der Detaillisten verloren hat. Immerhin spielt dort der Wettbewerb – mehr denn je! Und der Wettbewerb ist nun mal der beste Preisüberwacher.

Des Rätsels Lösung ist ganz einfach: Am Mittwochabend, 18. März 2009, habe ich an einem Podiumsgespräch des Konsumentenforums kf zum Thema „Qualität und Preise im Detailhandel“ teilgenommen. Die Referenten (Philippe Gaydoul, CEO Denner AG; Werner Hug, Delegierter des VR HUG AG; Franziska Troesch-Schnyder, Präsidentin Konsumentenforum kf; Stefan Meierhans, Preisüberwacher) waren sich allesamt einig, dass der verschärfte Wettbewerb letzlich den Konsumenten zugute kommt. Wo Sie künftig Ihre Einkäufe tätigen, bleibt Ihnen überlassen. Fortan ist die Qual der Wahl um einen Anbieter grösser. Der Preis muss stimmen – Qualität und Service sind für viele aber ebenso wichtige Kriterien beim Kaufentscheid. Als wettbewerbspolitischer Preisüberwacher begrüsse ich den regen Wettbewerb im Detailhandel. Im Rahmen unseres Auftrages zur Marktbeobachtung werden wir auch die Preisentwicklung im Auge behalten. Man darf gespannt sein.


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Der Preisüberwacher

Stefan Meierhans ist seit dem 1. Oktober 2008 Preisüberwacher. „Monsieur Prix“ ist Jurist. Nach seinem Studium in Basel, Oslo und Uppsala arbeitete er zuerst im Bundesamt für Justiz. Anschliessend wirkte er von 1998 bis 2003 im Stab der Bundesräte Koller und Metzler-Arnold. Zuletzt war Meierhans in der Privatwirtschaft tätig. Er ist Mitglied der CVP und lebt mit seiner Familie in Bern.

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