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Glasfaser: Faire Preise auch bei neuen Technologien

Swisscom ersetzt schrittweise ihr altes Kupferleitungsnetz durch ein modernes Glasfasernetz. Anfang des Jahres kündigte das Unternehmen die geplante Verdoppelung der Glasfaserabdeckung in Wohnungen und Geschäften (FTTH, «Fiber to the Home») an, was bis 2025 einer Erschliessung von 50 bis 60 Prozent und rund 1,5 Millionen Anschlüssen entspricht. Die Bevölkerung und die Wirtschaft brauchen dieses moderne Festnetz mit seiner hohen Übertragungskapazität, weil es die steigende Nachfrage nach Datenübertragungen befriedigen kann und die für neue Telekommunikationsdienstleistungen benötigte Infrastruktur liefert.

Ich beobachte diese strukturelle Entwicklung aufmerksam. Der Zugang zum FTTH-Netz von Swisscom ist meiner Ansicht nach zentral, um eine dynamische Marktentwicklung in der gesamten Schweiz sicherzustellen und bei den Telekommunikationsdienstleistungen einen wirksamen Wettbewerb zu fördern. Da parallele Infrastrukturen in diesem Bereich wirtschaftlich keinen Sinn machen, müssen auch andere Telekomanbieter Zugang zum Swisscom-Netz zu angemessenen Konditionen erhalten, um ihrer Kundschaft eigene, innovative, vielfältige und konkurrenzfähige Angebote anbieten zu können.

Aus diesem Grund habe ich 2018 Abklärungen zu den Swisscom-Zugangspreisen für das Glasfasernetz in den Wohnungen gestartet. Die Swisscom legte die Gestaltung der Grosshandelspreise für die Anbindung ans FTTH-Netz offen und lieferte Informationen zu den Kosten und Investitionen in das FTTH-Netz sowie zur Nachfrageentwicklung. Gestützt auf diese Angaben habe ich festgestellt, dass der Preis für das «Layer 1»-Produkt, Access Line Optical (ALO), angepasst werden muss. Bei diesem Produkt stellt die Swisscom «nur» das physikalische Netz, also unbeleuchtete Glasfasern, zur Verfügung. Weitere Infrastrukturen werden durch den jeweiligen Telekommunikationsanbieter bereitgestellt. Konkret bedeutet das, dass aktive Equipment von Swisscom wird in diesem Fall nicht für die Datenübertragung verwendet. Die Anbieter können somit die gesamte Übertragungskapazität der Glasfaser nutzen und - von Swisscom unabhängig - eigene Dienstleistungen entwickeln.

In einer einvernehmlichen Regelung mit mir hat sich die Swisscom zu einer Senkung der monatlichen Gebühren für das Produkt ALO um 2 Franken auf höchstens 25 Franken ab Oktober 2020 bereit erklärt. Die Regelung gilt bis zum 30. September 2022. Die im Handbuch Preise ALO aufgeführten einmaligen Preise, u.a. für die Bereitstellung, dürfen während der Geltungsdauer der einvernehmlichen Regelung nicht erhöht werden.

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