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Swiss bittet Bébés zur Kasse

Taxes pour bébés des compagnies aériennes - exmple Swiss?
Tasse per bambini dalla Swiss


Kind mit SpielflugzeugDas Fluggeschäft ist knallhart.  Das bekommt auch Swiss zu spüren. Und mit ihr auch Kleinkinder unter 2 Jahren. Die Swiss hat entschieden, dass sie den vollen Treibstoffzuschlag bezahlen müssen. Diese Feststellung haben wir aufgrund von Bürgermeldungen und Marktbeobachtung gemacht.

Die Swiss hat entschieden, die vollen Treibstoffzuschläge auf alle Passagierkategorien anzuwenden. Zwar heisst das von offizieller Seite der Swiss anders: Nach wie vor gewähre man Kleinkindern einen Rabatt auf das Ticket. Einzig die Taxen würden für Babys voll verrechnet. Allerding:  Für den vollen Treibstoffzuschlag steht dem Bébé nämlich nicht einmal ein eigener Sitzplatz zu. Mutter oder Vater plus Kind bezahlen somit zweifache Taxen ohne Anspruch auf doppelte Leistung.

Und noch etwas: Kürzlich war der Presse zu entnehmen, dass Swiss und andere etablierte Fluggesellschaften durchaus mit Billiganbietern mithalten können. An sich eine erfreuliche Nachricht; das mag in der Tat sehr wohl dort zutreffen, wo man die Preise vergleichen kann. Wettbewerb unter den Carriers verleiht der Branche Flügel. Ein ganz anderes Bild zeigt sich unter Umständen, wenn die etablierte Fluggesellschaft auf einer Destination ein Monopol besitzt. Fehlt der Vergleich mit der Billigairline, befinden sich die Preise bisweilen im Steigflug. 

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Bild: fotalia

 

Kommentare (5) -

  • Simon Affolter

    28.08.2009 14:11:32 |


    Zuerst einmal ein grosses Kompliment an die zuständigen Personen, dass dieses leidige Thema im Zusammenhang mit unserer nationalen? kinderfeindlichen Fluggesellschaft Swiss zur Sprache kommmt.

    Denn es wird wieder einmal dort abgesahnt, wo das Geld eh schon knapp ist. Bei den Familien nämlich. Und diese sind - mit Babys - oft der Swiss vollumfänglich ausgeliefert. Denn wer möchte dem eigenen Baby schon eine Umsteigeverbindung zumuten, wenn es einen Direktflug gibt?

    Gemäss eigenen Recherchen ist die Swiss übrigens die einzige Airline in Kontinentaleuropa, welche unsere Babys so schamlos abzockt.

    Da meine Frau Brasilianerin ist und wir momentan nebst einem etwas älteren Kind auch noch zwei Babys haben, welche die Schwiegereltern unbedingt sehen möchten (Kinder haben in der brasilianischen Kultur einen extrem hohen Stellenwert), wurden wir mit diesem Problem konfrontiert. Und weil ich momentan Alleinverdiener einer 5-köpfigen Familie bin, hat mich dieser Zuschlag für Babies noch doppelt geschmerzt.

    Alternativen resp. eine direkte vergleichbare Konkurrenz gibt es bekanntlich nicht, da keine der wenigen brasilianischen Airlines die Schweiz direkt anfliegt. Schon wieder ein Monopol zu Gunsten der Swiss, das sie ohne Skrupel ausnützt!

    Ich bin jedoch gerade daran, mit der brasilianischen Luftfahrtaufsicht diese Diskriminierung einer bestimmten Bevölkerungsgruppe (Babys resp. indirekt Familien) einzuklagen, zumal die Swiss für diesen vollen Treibstoffzuschlag höchstens 10% zusätzliche Kosten geltend machen kann. Die anderen 90% sahnt sie grundlos ab.

    Wir haben mit dem brasilianischen (staatlichen) Konsumentenschutz (http://www.procon.sp.gov.br) schon mehrere ausgezeichnete Erfahrungen machen dürfen:

    - Einmal in Sachen Gewichtslimite beim Gepäck (die Swiss wollte uns nicht die gemäss brasilianischem Gesetz jedem Passagier zustehende Gewichtslimite gewähren).

    - Beim anderen Mal wollte die Swiss die Gepäckstücke meiner brasilianischen Schwiegermutter, welche auf dem Weg nach Brasilien verloren gingen, auch nach mehreren Monaten und unzähligen Anrufen nicht vergüten. Ein Anruf beim staatlichen Konsumentenschutz genügte und meine Schwiegermutter erhielt innerhalb von 10 Tagen umgerechnet über Fr. 2'000.00 bar ausbezahlt. Moral der Geschichte: Bei Monopolähnlichen Konstellationen ist staatliche Intervention nach wie vor äusserst wichtig - ausser bei uns in der Schweiz! (die EU ist da auch viel fortschrittlicher!)

    Handlungsbedarf ist in der Schweiz also dringend angesagt!

    Simon Affolter

  • Felix Kuster

    31.08.2009 19:24:20 |

    Der Preisüberwacher soll sich an seinen gesetzlichen Auftrag halten und die Preise in kartellierten oder administrierten Bereichen überwachen (siehe auch "Zuständigkeit"). Die Luftfahrt gehört nicht dazu, es gibt keine gesetzlichen Monopole mehr, jede Strecke kann von beliebig vielen Airlines beflogen werden.

  • Stefan Meierhans

    31.08.2009 19:38:47 |

    @ Felix Kuster
    Sehr geehrter Herr Kuster,
    Besten Dank für Ihren Kommentar.
    Das Preisüberwachungsgesetz ( http://www.admin.ch/ch/d/sr/c942_20.html ) verlangt eine marktmächtige Stellung. Airlines, die auf gewissen Linien die einzigen Anbieter sind, dürften hier marktmächtig sein, weswegen eine Zuständigkeit nicht ausgeschlossen werden kann.
    Im übrigen hat der Preisüberwacher auf Anzeigen aus der Bevölkerung, die ihm zukommen, zu reagieren und die Öffentlichkeit über seine Tätigkeit zu informieren.
    mfg St.M.

  • Elisabeth Müller

    31.08.2009 19:41:32 |

    Ich habe schon bei Preisüberwacher Rudolf Strahm versucht auf die willkürlichen Flugtarife aufmerksam zu machen. Z.B. die Strecke Zürich - Athen ist unverhältnismässig teuer. Und wenn man sieht, dass Hannover - Zürich - Athen billiger ist als Zürich - Athen, kann doch etwas nicht stimmen. Mir wurde mitgeteilt, es gäbe genügend Konkurrenten. Aber mit anderen Fluglinien kann ich nicht direkt fliegen. Ein weiteres Problem ist die unterschiedliche Handhabung von grossem Gepäck. Auch wenn die Gewichtslimite eingehalten ist, fordert die Swiss z.B. für ein Kiteboard einen Extrazuschlag. Andere Fluggesellschaften verlangen nichts. Und kürzlich habe ich wieder Athen - Zürich gebucht und stelle fest, dass das Flugticket zwei Wochen später 50 Euro weniger gekostet hätte. Dabei wird vorgegaukelt, dass die Buchungen je früher desto günstiger sind. Es herrscht ein grosser Missstand bei der Flugpreis-Gestaltung der Swiss.

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