Treten Sie mit mir in einen Preisdialog. Auf der Webseite gibt es einen Hinweis, was in meine Zuständigkeit fällt. Sie können mir Ihr Anliegen auf zwei verschiedenen Wegen zur Kenntnis bringen:
► Bei einer konkreten Preisbeanstandung: Füllen Sie das Webformular aus. Nur so ist gewährleistet, dass Sie eine Antwort erhalten.
â–ş Bei einer generellen Bemerkung, die einen Bezug zu einem Posting hat: Hinterlassen Sie einen Kommentar auf meinem Blog. Beachten Sie bitte die Blog-Spielregeln.

Danke fĂĽr Ihr Interesse und Ihr Engagement.

Pas de hausse des prix auprès des transports publics!


Keine Tariferhöhungen im Öffentlichen Verkehr - Freude. 
Trasporti pubblici: Nessun aumento del prezzo dei biglietti - Grazie! 

Excellente nouvelle aujourd'hui à Berne concernant (au moins une partie) des transports publics: En tenant compte de la situation économique difficile, ils ont renoncé à une hausse des tarifs! Voici le lien au communiqué de presse de l'UTP, l'Union des transports publics.

C'est une bonne nouvelle pour les consommateurs et les consommatrices - et surtout pour beaucoup de familles où les frais de mobilité mangent une part considérable du budget familial. Dans un environnement où beaucoup d'entreprises, qui sont soumises à la concurrence ne peuvent augmenter les prix - ou sont forcées à les baisser, cette décision des CFF et de l'UTP est dans l'intérêt du pays. Lors de ma conférence de presse à la fin janvier, j'avais dit qu'en période économiquement difficile, aussi les entreprises proches de l'Etat - comme par exemple les CFF - doivent assumer leur responsabilité.
Je suis très content que les CFF et l'UTP donnent un premier bon exemple. Merci!

Preis für nicht genutzte Gas-Hauszuleitung teurer als Gasbezug?

Prix pour conduite de gaz non-utilisé
Prezzo per conduttura del gas non utilizzato

Täglich erhalte ich viele Meldungen. Hier ein Beispiel - das zu einem positiven Schluss kam: Eine Frau aus Bülach beklagte sich kürzlich bei mir, dass sie eine nicht mehr genutzte Gas-Hauszuleitung von der Erdgas Zürich AG überwachen lassen müsse. Diese stelle ihr dafür jährlich Fr. 80.- für das entsprechende Überwachungsabonnement in Rechnung. Stossend an diesem Fall fand ich die Tatsache, dass es die Frau günstiger zu stehen käme, wenn sie die Leitung benutzen und eine geringe Menge Erdgas beziehen würde. Dafür müsste sie jährlich nur Fr. 31.50 bezahlen. Ich wandte mich in der Folge an die Erdgas Zürich AG und teilte ihr meine Überlegungen mit. Diese rechnete nach und bestätigte mir, dass das Überwachungsabonnement tatsächlich teurer sei als die Grundgebühr für Kleinstkunden. Man wolle jedoch meine Anregung aufnehmen und eine Preisanpassung für das Überwachungsabonnement per 1. Oktober 2009 prüfen. ubxamz6jt4

Bergbahnen, Skifahren - und Skitouren

Tarif des remontés méchaniques
Tariffe delle funivie svizzere
 

SktiourenLetzte Woche war in Bern Sportwoche. Auch ich war in den Sportferien: Skitouren standen auf dem Programm, im idyllischen La Fouly im Val Ferret in den Walliser Alpen. Was hat das mit dem Preisüberwacher zu tun?

Nun, immer wieder erreichen mich Zuschriften, die Preise bei Bergbahnen betreffen. Gleich vorab: Eingreifen in das Tarifgefüge der Bergbahnen kann ich als Preisüberwacher nicht. Denn ich darf nur dann eingreifen, wenn kein Wettbewerb herrscht. Im Rahmen der Marktbeobachtung dennoch einige Gedanken: Jeder zweite zählt Wandern zu seinen Lieblingssportarten, und rund ein Viertel der Schweizer fahren Ski, wie eine repräsentative Studie des Bundesamtes für Sport BASPO ergeben hat.
Die Bergbahnen setzten in der Saison 2007/2008 eine knappe Milliarde Franken um, wie man der entsprechenden
Publikation des Seilbahnverbandes entnehmen kann. Die entsprechenden Gewinnmeldungen zahlreicher Bergbahnen - vor allem in den grossen Skistationen - letztes Jahr haben gezeigt, dass das Geschäft gut gelaufen ist.  Neun von zehn Bergbahnen haben dennoch auf diese Saison hin die Billetpreise erhöht, wie die Zeitung "Sonntag" am 19. Oktober 2008 aufgezeigt hatte. Als Grund wurden Investitionen in Infrastrukturen, aber auch gestiegene Öl- und Strompreise angeführt.

Jetzt stehen wir mitten in der Saison. Über Schneemangel kann sich diesen Winter kein Skigebiet beklagen. Über die Festtage waren die Skigebiete voll - und auch die laufenden Skiferien bescheren den Bahnen Kunden auf den tief verschneiten Hängen.
Vor dem Hintergrund der gefallenen Energiekosten im Erdölbereich, der Reduktion der Preiserhöhungen für Strom und den guten Schneeverhältnissen kann ich den Ärger von Konsumentinnen und Konsumenten - insbesondere von Mehrkinderfamilien - über die Preiserhöhungen nachvollziehen. Auch die neue Praxis, dass Keycards für Skikarten an einzelnen Skidestinationen nicht mehr mit einem Depot belegt und anschliessend zurückgegeben werden können - sondern neu gekauft werden müssen, trifft zu Recht auf Kritik.
Kurzum: Ich bin gespannt, welche Abschlüsse die verschiedenen Bergbahnen Ende Saison vorlegen werden.

Dennoch: Im Bereich des Wintersports herrscht Wettbewerb. Wir alle haben die Wahl, wo wir unsere Skiausflüge hin machen. Auf dem Internet publizierte Listen und Tarife der Bergbahnen geben uns die Möglichkeit, zu vergleichen. Denn im Bereich der Tarife für Bergbahnen ist die Kompetenz des Preisüberwachers von Gesetzes wegen beschränkt.
Mein Tipp: Machen Sie sich kundig, wo sie zu günstigen Preisen Skifahren können. Nutzen Sie den Wettbewerb. Aber Obacht: Nicht allein die Kosten der Bahnen sind zu berücksichtigen - auch die Hotel- oder Ferienwohnungspreise, die Restaurantpreise und der Preis der Anreise muss berücksichtigt werden.

Und wenn Sie gar kein Geld für Bahnen ausgeben wollen - machen Sie es wie ich: Unternehmen Sie eine Skitour - dann sind Sie von den Tarifen der Bergbahnen gänzlich unabhängig.

Labortarife: Anreize richtig setzen - ein Schritt in die richtige Richtung

Baisse des tarifs des laboratoires: Un pas dans le bon sens.  
Riduzione delle tariffe per le analisi di laboratorio: un passo nella giusta direzione


Soeben hat Bundesrat Couchepin per 1. Juli 2009 einen neuen gesamtschweizerischen Tarif für Laboranalysen verabschiedet. Dieser sieht im Vergleich zum aktuell gültigen Tarif für Analysen in Praxis-, Spital- und Auftragslabors Einsparungen von rund 200 Mio. Franken oder 20% vor. Bis Ende 2011 gilt jedoch eine Übergangsregelung, welche die Reduktion auf rund 10% beschränkt. Ich hatte zusammen mit meinem Expertenteam zu Handen von Bundesrat Couchepin eine Prüfung des neuen Tarifs vorgenommen. Dabei waren wir auch zum Schluss gekommen, dass eine Senkung des Labortarifs vordringlich ist.

Insgesamt begrüssen wir deshalb den heutigen Entscheid des Eidg. Departements des Innern. Der einzige Wehrmutstropfen aus Preisüberwacher-Sicht stellt die Übergangsregelung dar, welche das Einsparpotential zugunsten der sozialen Krankenversicherung bis Ende 2011 auf rund 100 Mio Franken pro Jahr begrenzt. Aber alles in allem: Ein Schritt in die richtige Richtung!

41 und 193 = 234!

Was für ein Erfolg! Seit dieses Blog online ging, konnten mein Team und ich ein Total von 234 (Preis-)Meldungen registrieren. Zum Vergleich: Normalerweise erreichen uns während eines ganzen Monats 150 Meldungen!

Die Themen der Meldungen sind unterschiedlich - so unterschiedlich, wie das Leben eben ist. Für mich und meine Mitarbeitenden eine hochgradig spannende Erfahrung. Wir sind am Puls der Zeit! Da geht es um Gebühren und Abgaben, oft um Zollvorlagegebühren und die Mühen mit Internet-Shopping, aber auch um Medikamentenpreise. Oder einfach um aufmunternde Worte - auch die nehmen wir gern an!

Meine Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und ich sind nun mit der Triage der eingegangen Meldungen beschäftigt: Wo kann der Preisüberwacher etwas ausrichten? Wo nicht? Was ist zeitlich dringlich, was weniger?

Wir sind voller Tatendrang an der Arbeit. Einige der Meldenden werden sehr schnell eine Antwort von uns bekommen - andere muss ich um etwas Geduld bitten. Zum einen, weil der Ansturm so heftig war. Zum zweiten, weil wir oft zuerst schauen müssen, ob uns das Gesetz überhaupt erlaubt, tätig zu werde. Und schliesslich, weil bisweilen recht aufwendige Abklärungen notwendig sind. Wir wollen schliesslich Auskunft geben können, die Hand und Fuss hat.

In diesem Sinne - nochmals herzlichen Dank.
Ihr

Stefan Meierhans

Merci pour vos premiers commentaires et remarques

@ tous et toutes

Danke für die ersten Kommentare. Bitte um Verständnis, dass die Antworten u.U. etwas Zeit benötigen.
Grazie a tutti quelli che hanno già partecipato alla discussione - et per la comprensione: c'è bisogno di un po' di tempo per poter rispondere.

Je viens de participer à un séminaire de producteurs de légumes en Suisse orientale (plus exactement à Salez dans le canton de St-Gall, au Landwirtschaftliches Zentrum SG), où j'étais invité à parler sur les différences de prix entre la Suisse et les pays limitrophes pour les moyens de productions. C'était très intéressant.
Mais ce n'est pas à propos de cela que je veux écrire. Encore dans le train, je suis allé sur le site du blog et j'ai pu constaté déjà beaucoup de commentaires et remarques interéssants. Donc: Merci pour votre participation.

Pas seulement via blog, mais aussi par formulaire web j'ai reçu autant d'annonces comme jusqu'à maintenant normalement pendant un mois. Donc: Merci de patienter. Nombre et contenu des annonces nécessitent de temps de réfléxion et aussi des recherches.

Meilleures salutations, Stefan Meierhans

p.s.: veuillez excuser des fautes de frappe et d'orthographe - c'est un suisse allemand qui écrit.

Der Preisüberwacher braucht Korrespondentinnen und Korrespondenten.

Comparaison avec le Mister Prezzi italien. Importance des annonces du public pour la surveillance des prix. Invitation au dialogue avec M. Prix. 

Il Mister Prezzi svizzero e il Mister Prezzi italiano: corrispondenti sul terreno. Invito al dialogo con il Sorvegliante dei prezzi.

Müsste ich ein Stelleninserat aufgeben, würde ich es so betiteln. Warum?

Ich gehe jeden Tag in mein Büro an der Effingerstrasse 27 in Bern und setze mich an meinen Schreibtisch im ersten Stock. Eine meiner jeweils ersten Tätigkeiten am Morgen ist es, Meldungen aus der Bevölkerung zu sichten: Per Post, via e-mail und per Telefon erhalte ich pro Monat rund 150 Meldungen aus der ganzen Schweiz. In diesen Meldungen geht es um Preise – und zwar um Preise aller Art. Ein Teil der Meldungen kommen von offiziellen Stellen – Kantone und Gemeinden zum Beispiel, die ihre Tarife anpassen und sie mir – wie es das Gesetz verlangt – zur Stellungnahme unterbreiten. Der grössere Teil aber kommt von Ihnen: Konsumentinnen und Konsumenten, die einen möglichen Preismissbrauch entdeckt haben.

Für mich sind diese Meldungen sehr wichtig. So sehe ich, was Sie bewegt – und was zwischen Rorschach und Genf, und zwischen Basel und Chiasso an der Preisfront passiert.

Auf Italienisch heisst der Preisüberwacher Mister Prezzi – beziehungsweise auf „Amtsitalienisch“ Garante per la sorveglianza dei prezzi. Das heisst, ich habe quasi einen Amstkollegen in Rom: Er heisst Antonio Lirosi und ist beim italienischen Observatorium für Preise und Tarife angegliedert. Dieser italienische Preisüberwacher hat mit seinem Observatorium ein richtiggehendes Korrespondentennetz aufgebaut, das Preise zwischen Sizilien und dem Trentino erhebt und auswertet: Es gibt regionale Preisobservatorien, solche auf Bezirks- und solche auf Gemeindeebene. Eine Übersicht findet sich im Netz.

Nun sind die Aufgaben und Funktionen, aber auch die Befugnisse des Eidgenössischen Preisüberwachers und des italienischen Mister Prezzi natürlich nicht dieselben. Trotzdem kann der italienische Kollege auf Daten zurückgreifen, die ihm von Preisbeobachtern im ganzen Land zugetragen werden.

Weil ich kein solches staatliches System habe (und im übrigen auch nicht will) meine Bitte an Sie: Treten Sie mit mir in einen Preisdialog. Auf der Webseite gibt es einen Hinweis, was in meine Zuständigkeit fällt. Wenn Sie das Gefühl haben, dass mich etwas interessieren sollte, was Sie aus Ihrer Nähe kennen und mir zur Kenntnis bringen wollen:


à Bei einer konkreten Preisbeanstandung: Füllen Sie einfach das Webformular aus


- und bei einer


à generellen Bemerkung: Hinterlassen Sie einen Kommentar auf meinem Blog.

Auf Wiederlesen – und vielen Dank,
Stefan Meierhans