Treten Sie mit mir in einen Preisdialog. Auf der Webseite gibt es einen Hinweis, was in meine Zuständigkeit fällt. Sie können mir Ihr Anliegen auf zwei verschiedenen Wegen zur Kenntnis bringen:
► Bei einer konkreten Preisbeanstandung: Füllen Sie das Webformular aus. Nur so ist gewährleistet, dass Sie eine Antwort erhalten.
â–ş Bei einer generellen Bemerkung, die einen Bezug zu einem Posting hat: Hinterlassen Sie einen Kommentar auf meinem Blog. Beachten Sie bitte die Blog-Spielregeln.

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Unterwegs als "Survigilader da prezis"

En route comme "Survigilader da prezis"
Per strada come "Survigilader da prezis"

"Sco survigilader da prezis, cumbatel jeu per prezis fairs e per ina politica da prezis transparenta."*

Trun Bahnhof von bigtimbercreek

Im Preisüberwachungsgesetz (PüG) unter Art. 4 Abs. 3 steht wörtlich: "Er [der Preisüberwacher] orientiert die Öffentlichkeit über seine Tätigkeit." Auf Einladung der CVP Cadi machte ich mich auf in die wunderschöne Surselva, um meine im Gesetz verankerte Aufgabe als "Survigilader da prezis" in Trun GR wahrzunehmen.

Vergeblich versuchte ich auf der Hinfahrt im Zug die rätoromanische Einleitung in meinen Kopf zu kriegen. Es würde wohl beim Ablesen bleiben...  Draussen vo r dem Zugfenster zog die Landschaft wie eine Fototapete vorbei. Nach Chur - in der Rheinwaldschlucht - beeindruckten mich einmal mehr die Wassermassen und die bizarr-schöne Landschaft der Ruin'Aulta.

Den Puls der Bevölkerung fühlen, spüren, wo der (Preis-)Schuh drückt - auch das gehört zu meinen Aufgaben. Vor dem geschichtsträchtigen Ahornbaum in Trun, unter dem der Graue Bund 1424 gegründet wurde, machte ich mir Gedanken darüber, welche Sorgen die Menschen wohl früher plagten. Für die Menschen in der Surselva - so wurde mir später im Saal des Hotels Dulezi zugetragen - ist es die dieser Tage eingetroffene Stromrechnung. Sie fiel rund 20 Prozent höher aus!

Und auf Radio Rumantsch konnte ich zum Schluss sogar noch einen Satz auf Rumantsch zum Besten geben. Grazia fitg!

*= Als Preisüberwacher kämpfe ich für faire Preise und eine transparente Preispolitik.

Bildquelle: Flickr

Warte, luege, lose, laufe: Zur Diskussion im Gesundheitswesen.

A propos des coûts de la santé: Examinons les propositions qui sont sur la table.
A proposito della discussione sui costi della sanità: Esaminiamo le proposte del DFI!

Wohin mit den Gesundheitskosten?Am 21. April 2009 diskutierten Vertreter des Schweizer Gesundheitswesen auf Einladung von Bundesrat Couchepin über Massnahmen zur Dämpfung der immer stärker wachsenden Gesundheitskosten. Wir werden die Vorschläge prüfen und uns im Rahmen des Verfahrens auch einbringen.

Im Gesundheitswesen besteht Handlungsbedarf. Die entsprechenden Zahlen habe ich kürzlich in diesem Blog aufgezeigt. Insofern ist es wichtig, dass konsequent an Kostendämpfungsmassnahmen gearbeitet wird - und zwar konstruktiv. 
Der Preisüberwacher wird die vom EDI vorgeschlagenen Massnahmen nun vertieft prüfen. Vor-Urteile oder Vor-Verurteilungen sind angesichts der Kostensituation falsch und bringen uns nicht weiter. Denn auch wenn die Zeit drängt - wer sicher ans Ziel kommen will, muss die Devise "Warte, luege, lose, laufe" auch unter Zeitdruck beherzigen.


Zusätzlich beschäftigen wir uns tag-täglich mit der konkreten Entlastung der sozialen Krankenkassen:

Wir überprüfen Preise und Tarife, immer mit dem Ziel, die Krankenversicherung zu entlasten und für faire und transparente Preise im Gesundheitswesen zu kämpfen. In erster Linie prüfen wir jene Tarife, welche die meisten Kosten verursachen. Mit Erfolg! Der Preisüberwachung konnte z.B. im letzten Jahr durchsetzen, dass die Pauschale für stationäre Spitalbehandlungen zulasten der Grundversicherung in den Spitälern Nid- und Obwalden um 2% gesenkt wird (von Fr. 3936.- auf Fr. 3850.-). Das erscheint auf den ersten Blick keine riesige Summe zu sein. Doch wenn wir die 86 Franken mit der Anzahl Betten und Belegungstage multiplizieren, erhalten wir ein Total von 400'000 Franken.

Und - w
as sind Ihre Gedanken in Bezug auf die Kostensituation im Gesundheitswesen?

 

Bildquelle: flickr

Wenn statt dem Handy die Kasse klingelt

Quand le bruit de la caisse enregistreuse met en sourdine la sonnerie du natel
La giungla della telefonie mobile
Vielfältiges Angebot birgt auch Gefahren. Bildquelle: Flickr.Das Mobiltelefon ist für mich - wie für viele Schweizerinnen und Schweizer - zu einem treuen Begleiter geworden. In der Wahrnehmung der Konsumentinnen und Konsumenten spielt es eine grosse Rolle. Das zeigt sich im Publikumskontakt der Preisüberwachung.  


Schwierig, hier den Überblick zu wahren. Bildquelle: flickr


Der Wettbewerb im Mobilfunkmarkt zeigt zwar - zumindest teilweise - Wirkungen. Dass die Preise sinken, zeigt eine Publikation des BAKOM vom März 2009. Für den Einzelnen besteht nach wie vor erhebliches Einsparpotenzial durch die geschickte Wahl des Abos, wie der Internetvergleichsdienst Comparis regelmässig aufzeigt.

 

In der öffentlichen Wahrnehmung läuten beim Thema Mobilfunk trotzdem die Alarmglocken. Eine Durchsicht der jüngsten Publikumsbeschwerden zeigt, dass häufig nicht die eigentlichen Tarife (Preis pro Minute / Preis pro SMS), sondern anderes für Ärger sorgt:
- die (fehlende) Transparenz und (Un-) Übersichtlichkeit der Preispläne,
- die Vertragsbedingungen, oder
- schlechte Erfahrungen mit dem Kundendienst

Hinzu kommen schmerzliche Erfahrungen einiger, die sich aufgrund von Datenverbindungen im In- und Ausland unerwartet mit Rechnungsbeträgen im vierstelligen Bereich konfrontiert sahen. Kurzum:
Wer im Preisplan-Dschungel den Überblick verliert, tappt leicht in eine Kostenfalle.
Wir setzen uns deshalb für verbesserte Transparenzvorschriften und Konsumentenschutzbestimmungen ein:  

- Wer Geräte und Abos verkauft, die sich bei der Verwendung im Ausland zu Kostenfallen entwickeln, trifft eine Aufklärungspflicht. Es muss klar kommuniziert werden, dass z.B. der Download eines YouTube-Films weit über 20 Franken kosten kann.

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Es sind Schutzmechanismen gegen überhöhte Rechnungsbeträge nötig (z.B. Warnung per SMS, wenn der Rechnungsbetrag einen definierten Betrag übersteigt).

-
Es besteht Handlungsbedarf bei den Mobilterminierungspreisen. Das heisst bezüglich der Preise, wenn man von einem Netz ins andere telefoniert (z.B. von Swisscom zu Orange oder zu Sunrise). Diese Preise kommen nicht im freien Wettbewerb zu Stande. Sie werden zwischen den Anbietern direkt vereinbart.

Wir finden, dass sie von der Eidg. Kommunkationskommission (Comcom) von Amtes wegen überprüft werden sollten. Dazu muss aber das Gesetz angepasst werden. Gemeinsam mit der Wettbewerbskommission (Weko) und der ComCom haben wir den Bundesrat aufgefordert, rasch eine entsprechende Änderung umzusetzen. Die Forderung wurde durch eine Motion von Ständerätin Erika Forster-Vannini unterstützt und vom Ständerat bereits überwiesen.

Und - was sind Ihre Erfahrungen im "Handydschungel"?

>>> Zusatzinfos
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Kosten der Mobilfunkdienste_Vergleich und Entwicklung.pdf (378,91 kb) (Quelle: www.bakom.admin.ch/dokumentation/zahlen)
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Brief an den Bundesrat vom 25. August 2008.pdf (38,88 kb) (Quelle: www.preisueberwacher.admin.ch/themen)

Jahresbericht 2008 veröffentlicht: 1281 Beschwerden aus dem Publikum bearbeitet

Jahresbericht PreisüberwacherDie Preisüberwachung bearbeitete im vergangenen Jahr 1281 Preisbeschwerden aus dem Publikum, nahm Stellung zu 262 Meinungsäusserungen und beantwortete 211 Anfragen. Von Behörden des Bundes, der Kantone und der Gemeinden wurden dem Preisüberwacher insgesamt 266 Tarifvorlagen zur Stellungnahme unterbreitet. Im laufenden Jahr stehen Gebühren und Abgaben, die Preise und Tarife staatsnaher Betriebe sowie das Gesundheitswesen im Fokus des Preisüberwachers.
>>>
Mehr Infos finden Sie in der Pressemitteilung . Den gesamten Jahresbericht finden Sie hier.

L’an dernier, la Surveillance des prix a traité 1281 plaintes provenant de la population, pris position sur 262 manifestations d’opinions et a répondu à 211 questions. Les autorités de la confédération, des cantons et des communes ont soumis au Surveillant des prix, au total, 266 projets de tarifs pour prise de position. Durant l’année en cours, les taxes et émoluments, les prix et tarifs des entreprises proches de l’état ainsi que le domaine de la santé seront au centre des préoccupations du Surveillant des prix.
>>> Communiqué de presse - Rapport annuel.

Dall' ACSI in Ticino - alleati della sorveglianza dei prezzi!

Einladung bei der ACSI, der Vereinigung der Konsumentinnen und Konsumenten der italienischen Schweiz. 
Invité auprès de l'ACSI, l'association des consommateurs de la Suisse italienne.
 

 

Sabato scorso, sono stato invitato a Lugano all'assemblea annuale dell'ACSI , l'associazione delle consumatrici e dei consumatori della Svizzera italiana. È stata un’esperienza molto interessante e piacevole.
Mi è stata data la possibilità di tenere un piccolo discorso - in italiano - dove ho sottolineato il fatto che la Sorveglianza dei prezzi e le associazioni di difesa dei diritti dei consumatori sono alleate, poiché entrambe hanno come scopo la difesa dei più deboli in situazioni dove vi è la possibilità di un abuso.
Ho parlato della necessità di consolidare la collaborazione tra le varie organizzazioni consumeristiche attive in Svizzera affinché la loro posizione sia rafforzata, e la difesa dei diritti dei consumatori ancora più efficace. Mi sembra che questa volontà, almeno da parte del Ticino, ci sia.

In seguito, ho portato alcuni esempi del lavoro svolto dalla Sorveglianza dei prezzi: la conclusione con la Posta di un accordo sulle tariffe, grazie al quale l’economia e le economie domestiche potranno risparmiare 200 milioni di franchi; il fatto che il Cantone Ticino ha accolto favorevolmente la nostra proposta di valutare la possibilità di ridurre le tariffe per i lavori dei geometri revisori (entro la fine di quest’anno il Cantone dovrebbe presentare i risultati di questa valutazione); e la riduzione, dall’inizio di aprile, delle tariffe al consumo del gas naturale dell’AGE SA di Chiasso.
Successivamente, abbiamo parlato molto di energia. Ho spiegato che nell'ambito delle
tariffe dell’elettricità la Sorveglianza dei prezzi avrà un diritto di raccomandazione nei confronti del nuovo regolatore, ovvero la Commissione federale dell’energia elettrica (ElCom). Se volete saperne di più a proposito della posizione della Sorveglianza dei prezzi in questo settore, potete scaricare qui la newsletter che è stata dedicata a questo tema l'anno scorso.

Vorrei ringraziare l'ACSI, il presidente Signor Mario Jäggli e la segretaria generale Signora Laura Regazzoni Meli per il loro sostegno e l'ospitalità di sabato scorso. È stato veramente un grande piacere trascorrere un pomeriggio con voi!

Cordiali saluti
Stefan Meierhans ("Mister Prezzi")

ACSI 2009 discorso Mes.pdf (317,62 kb)

Das Geschäft mit unserer Gesundheit ist krisenresistent

Bildquelle: flickrDas EDI will die Labortarife der Hausärzte senken. Darum heisst's heute: Praxis geschlossen! Die Ärzte streiken. Wie die neusten Zahlen vom Bundesamt für Gesundheit BAG zeigen, sind die Laborkosten 2008 im Vergleich zum Vorjahr um achteinhalb Prozent angestiegen.

Die Gesundheitsbranche generell scheint gegen den aus den USA eingeschleppten Rezessions-Virus resistent zu sein. Wie heisst es doch so schön: Krank werden die Leute immer. Und die mediale Omnipräsenz der gegenwärtigen Krise beschert nicht nur den Spezialisten im Bankensektor Kopfschmerzen.

Die Zahlen der BAG-Statistik zur Kostenentwicklung unseres Gesundheitswesens kennen nur eine Richtung: nach oben. So stiegen die Kosten für die ambulante Spitalbehandlung um rund elf Prozent auf ca. 3,5 Mia. Franken an. Für Medikamente wurden 2008 im Vergleich zu 2007 über vier Prozent mehr ausgegeben.

Geht der Kostenanstieg der ambulanten Spitalbehandlung mit einer Kostenreduktion der stationären Behandlung einher? Leider nein! Die Kosten in diesem Bereich haben um 1.5 Prozent zugenommen.

2008 hat uns Prämienzahler die obligatorische Krankenversicherung über 22 Milliarden Franken gekostet. Für 2010 kündigen die Krankenkassen eine Prämienerhöhung von rund zehn Prozent an. Diese Entwicklung hat ernst zu nehmende Nebenwirkungen auf unser Portemonnaie.

Das Gesundheitswesen gehört zu den Aktionsfeldern des Preisüberwachers. Fast täglich erreichen mich Briefe und E-Mails mit Preisbeschwerden in diesem Bereich. Zum Beispiel die Medikamentenpreise bescheren den Patienten starke Kopfschmerzen. Hier besteht weiterhin Handlungsbedarf. Die Medikamentenpreise sind auch in Zukunft vom Parallelimport ausgenommen. Deshalb ist es ein Gebot der Stunde, den Auslandpreisvergleich bei den Medikamenten so zu gestalten, dass er den fehlenden Importwettbewerb kompensiert. Deshalb müssen in Zukunft auch Tiefpreisländer in den Länderkorb einbezogen werden. Denn ein Parallelimporteur würde sich die Ware ja nicht in einem Hochpreisland besorgen sondern dort, wo die Produkte billiger zu haben sind.

Zudem sollte der Überprüfungs- und Anpassungsrhythmus bei den Medikamentenpreisen deutlich erhöht werden. Heute müssen kassenzulässige Medikamente erst nach Ablauf des Patents bzw. spätestens 15 Jahre nach Aufnahme des Originalpräparats auf die Spezialitätenliste des BAG zwingend überprüft werden. Ziel muss eine Überprüfung mindestens in einem 3-Jahresrhythmus sein. Vorschläge gäbe es noch weitere - zum Beispiel abgabekanalspezifische Logistikmargen.  

Die Medikamentenpreise sind jedoch nur ein Mosaikstein im Bereich der Kosten des Gesundheitswesens. Vordergründig geht es heute um die Labortarife. In der Tat geht die Frage jedoch bedeutend weiter. Zahlreiche Fragen harren noch einer Antwort. Verschiedentlich wird auch der Tarmed thematisiert, wenn es um die Entschädigung der Hausärzte geht. Das wäre wohl ein besserer Ansatzpunkt, um in der Hausarztfrage weiter zu kommen. Und gerade hier wären die Hausärzte gefordert, mit einem Vorschlag zu kommen, der eine Lösung aufzeigt, um das Problem kostenneutral in den Griff zu bekommen.

(Bildquelle: Flickr)

Detailhandel und Wettbewerb

Entrée sur le marché du 2ième "hard-discount" en Suisse - conséquences 
Entrata sul mercato del 2o "hard-discount" - consequenze
 

Begleitet von grossem Medienrummel und heftigen Diskussionen eröffnete in diesen Tagen der zweite deutsche Hard-Discounter seine Tore in der Schweiz. Der Kampf um die tiefsten Preise geht in eine neue Runde und viele fragen sich, ob dabei nicht die Qualität auf der Strecke bleibt.

Nun mag man sich fragen, was der Preisüberwacher im Markt der Detaillisten verloren hat. Immerhin spielt dort der Wettbewerb – mehr denn je! Und der Wettbewerb ist nun mal der beste Preisüberwacher.

Des Rätsels Lösung ist ganz einfach: Am Mittwochabend, 18. März 2009, habe ich an einem Podiumsgespräch des Konsumentenforums kf zum Thema „Qualität und Preise im Detailhandel“ teilgenommen. Die Referenten (Philippe Gaydoul, CEO Denner AG; Werner Hug, Delegierter des VR HUG AG; Franziska Troesch-Schnyder, Präsidentin Konsumentenforum kf; Stefan Meierhans, Preisüberwacher) waren sich allesamt einig, dass der verschärfte Wettbewerb letzlich den Konsumenten zugute kommt. Wo Sie künftig Ihre Einkäufe tätigen, bleibt Ihnen überlassen. Fortan ist die Qual der Wahl um einen Anbieter grösser. Der Preis muss stimmen – Qualität und Service sind für viele aber ebenso wichtige Kriterien beim Kaufentscheid. Als wettbewerbspolitischer Preisüberwacher begrüsse ich den regen Wettbewerb im Detailhandel. Im Rahmen unseres Auftrages zur Marktbeobachtung werden wir auch die Preisentwicklung im Auge behalten. Man darf gespannt sein.