Treten Sie mit mir in einen Preisdialog. Auf der Webseite gibt es einen Hinweis, was in meine Zuständigkeit fällt. Sie können mir Ihr Anliegen auf zwei verschiedenen Wegen zur Kenntnis bringen:
► Bei einer konkreten Preisbeanstandung: Füllen Sie das Webformular aus. Nur so ist gewährleistet, dass Sie eine Antwort erhalten.
â–ş Bei einer generellen Bemerkung, die einen Bezug zu einem Posting hat: Hinterlassen Sie einen Kommentar auf meinem Blog. Beachten Sie bitte die Blog-Spielregeln.

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Jahresbericht 2008 veröffentlicht: 1281 Beschwerden aus dem Publikum bearbeitet

Jahresbericht PreisüberwacherDie Preisüberwachung bearbeitete im vergangenen Jahr 1281 Preisbeschwerden aus dem Publikum, nahm Stellung zu 262 Meinungsäusserungen und beantwortete 211 Anfragen. Von Behörden des Bundes, der Kantone und der Gemeinden wurden dem Preisüberwacher insgesamt 266 Tarifvorlagen zur Stellungnahme unterbreitet. Im laufenden Jahr stehen Gebühren und Abgaben, die Preise und Tarife staatsnaher Betriebe sowie das Gesundheitswesen im Fokus des Preisüberwachers.
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Mehr Infos finden Sie in der Pressemitteilung . Den gesamten Jahresbericht finden Sie hier.

L’an dernier, la Surveillance des prix a traité 1281 plaintes provenant de la population, pris position sur 262 manifestations d’opinions et a répondu à 211 questions. Les autorités de la confédération, des cantons et des communes ont soumis au Surveillant des prix, au total, 266 projets de tarifs pour prise de position. Durant l’année en cours, les taxes et émoluments, les prix et tarifs des entreprises proches de l’état ainsi que le domaine de la santé seront au centre des préoccupations du Surveillant des prix.
>>> Communiqué de presse - Rapport annuel.

Dall' ACSI in Ticino - alleati della sorveglianza dei prezzi!

Einladung bei der ACSI, der Vereinigung der Konsumentinnen und Konsumenten der italienischen Schweiz. 
Invité auprès de l'ACSI, l'association des consommateurs de la Suisse italienne.
 

 

Sabato scorso, sono stato invitato a Lugano all'assemblea annuale dell'ACSI , l'associazione delle consumatrici e dei consumatori della Svizzera italiana. È stata un’esperienza molto interessante e piacevole.
Mi è stata data la possibilità di tenere un piccolo discorso - in italiano - dove ho sottolineato il fatto che la Sorveglianza dei prezzi e le associazioni di difesa dei diritti dei consumatori sono alleate, poiché entrambe hanno come scopo la difesa dei più deboli in situazioni dove vi è la possibilità di un abuso.
Ho parlato della necessità di consolidare la collaborazione tra le varie organizzazioni consumeristiche attive in Svizzera affinché la loro posizione sia rafforzata, e la difesa dei diritti dei consumatori ancora più efficace. Mi sembra che questa volontà, almeno da parte del Ticino, ci sia.

In seguito, ho portato alcuni esempi del lavoro svolto dalla Sorveglianza dei prezzi: la conclusione con la Posta di un accordo sulle tariffe, grazie al quale l’economia e le economie domestiche potranno risparmiare 200 milioni di franchi; il fatto che il Cantone Ticino ha accolto favorevolmente la nostra proposta di valutare la possibilità di ridurre le tariffe per i lavori dei geometri revisori (entro la fine di quest’anno il Cantone dovrebbe presentare i risultati di questa valutazione); e la riduzione, dall’inizio di aprile, delle tariffe al consumo del gas naturale dell’AGE SA di Chiasso.
Successivamente, abbiamo parlato molto di energia. Ho spiegato che nell'ambito delle
tariffe dell’elettricità la Sorveglianza dei prezzi avrà un diritto di raccomandazione nei confronti del nuovo regolatore, ovvero la Commissione federale dell’energia elettrica (ElCom). Se volete saperne di più a proposito della posizione della Sorveglianza dei prezzi in questo settore, potete scaricare qui la newsletter che è stata dedicata a questo tema l'anno scorso.

Vorrei ringraziare l'ACSI, il presidente Signor Mario Jäggli e la segretaria generale Signora Laura Regazzoni Meli per il loro sostegno e l'ospitalità di sabato scorso. È stato veramente un grande piacere trascorrere un pomeriggio con voi!

Cordiali saluti
Stefan Meierhans ("Mister Prezzi")

ACSI 2009 discorso Mes.pdf (317,62 kb)

Das Geschäft mit unserer Gesundheit ist krisenresistent

Bildquelle: flickrDas EDI will die Labortarife der Hausärzte senken. Darum heisst's heute: Praxis geschlossen! Die Ärzte streiken. Wie die neusten Zahlen vom Bundesamt für Gesundheit BAG zeigen, sind die Laborkosten 2008 im Vergleich zum Vorjahr um achteinhalb Prozent angestiegen.

Die Gesundheitsbranche generell scheint gegen den aus den USA eingeschleppten Rezessions-Virus resistent zu sein. Wie heisst es doch so schön: Krank werden die Leute immer. Und die mediale Omnipräsenz der gegenwärtigen Krise beschert nicht nur den Spezialisten im Bankensektor Kopfschmerzen.

Die Zahlen der BAG-Statistik zur Kostenentwicklung unseres Gesundheitswesens kennen nur eine Richtung: nach oben. So stiegen die Kosten für die ambulante Spitalbehandlung um rund elf Prozent auf ca. 3,5 Mia. Franken an. Für Medikamente wurden 2008 im Vergleich zu 2007 über vier Prozent mehr ausgegeben.

Geht der Kostenanstieg der ambulanten Spitalbehandlung mit einer Kostenreduktion der stationären Behandlung einher? Leider nein! Die Kosten in diesem Bereich haben um 1.5 Prozent zugenommen.

2008 hat uns Prämienzahler die obligatorische Krankenversicherung über 22 Milliarden Franken gekostet. Für 2010 kündigen die Krankenkassen eine Prämienerhöhung von rund zehn Prozent an. Diese Entwicklung hat ernst zu nehmende Nebenwirkungen auf unser Portemonnaie.

Das Gesundheitswesen gehört zu den Aktionsfeldern des Preisüberwachers. Fast täglich erreichen mich Briefe und E-Mails mit Preisbeschwerden in diesem Bereich. Zum Beispiel die Medikamentenpreise bescheren den Patienten starke Kopfschmerzen. Hier besteht weiterhin Handlungsbedarf. Die Medikamentenpreise sind auch in Zukunft vom Parallelimport ausgenommen. Deshalb ist es ein Gebot der Stunde, den Auslandpreisvergleich bei den Medikamenten so zu gestalten, dass er den fehlenden Importwettbewerb kompensiert. Deshalb müssen in Zukunft auch Tiefpreisländer in den Länderkorb einbezogen werden. Denn ein Parallelimporteur würde sich die Ware ja nicht in einem Hochpreisland besorgen sondern dort, wo die Produkte billiger zu haben sind.

Zudem sollte der Überprüfungs- und Anpassungsrhythmus bei den Medikamentenpreisen deutlich erhöht werden. Heute müssen kassenzulässige Medikamente erst nach Ablauf des Patents bzw. spätestens 15 Jahre nach Aufnahme des Originalpräparats auf die Spezialitätenliste des BAG zwingend überprüft werden. Ziel muss eine Überprüfung mindestens in einem 3-Jahresrhythmus sein. Vorschläge gäbe es noch weitere - zum Beispiel abgabekanalspezifische Logistikmargen.  

Die Medikamentenpreise sind jedoch nur ein Mosaikstein im Bereich der Kosten des Gesundheitswesens. Vordergründig geht es heute um die Labortarife. In der Tat geht die Frage jedoch bedeutend weiter. Zahlreiche Fragen harren noch einer Antwort. Verschiedentlich wird auch der Tarmed thematisiert, wenn es um die Entschädigung der Hausärzte geht. Das wäre wohl ein besserer Ansatzpunkt, um in der Hausarztfrage weiter zu kommen. Und gerade hier wären die Hausärzte gefordert, mit einem Vorschlag zu kommen, der eine Lösung aufzeigt, um das Problem kostenneutral in den Griff zu bekommen.

(Bildquelle: Flickr)

Detailhandel und Wettbewerb

Entrée sur le marché du 2ième "hard-discount" en Suisse - conséquences 
Entrata sul mercato del 2o "hard-discount" - consequenze
 

Begleitet von grossem Medienrummel und heftigen Diskussionen eröffnete in diesen Tagen der zweite deutsche Hard-Discounter seine Tore in der Schweiz. Der Kampf um die tiefsten Preise geht in eine neue Runde und viele fragen sich, ob dabei nicht die Qualität auf der Strecke bleibt.

Nun mag man sich fragen, was der Preisüberwacher im Markt der Detaillisten verloren hat. Immerhin spielt dort der Wettbewerb – mehr denn je! Und der Wettbewerb ist nun mal der beste Preisüberwacher.

Des Rätsels Lösung ist ganz einfach: Am Mittwochabend, 18. März 2009, habe ich an einem Podiumsgespräch des Konsumentenforums kf zum Thema „Qualität und Preise im Detailhandel“ teilgenommen. Die Referenten (Philippe Gaydoul, CEO Denner AG; Werner Hug, Delegierter des VR HUG AG; Franziska Troesch-Schnyder, Präsidentin Konsumentenforum kf; Stefan Meierhans, Preisüberwacher) waren sich allesamt einig, dass der verschärfte Wettbewerb letzlich den Konsumenten zugute kommt. Wo Sie künftig Ihre Einkäufe tätigen, bleibt Ihnen überlassen. Fortan ist die Qual der Wahl um einen Anbieter grösser. Der Preis muss stimmen – Qualität und Service sind für viele aber ebenso wichtige Kriterien beim Kaufentscheid. Als wettbewerbspolitischer Preisüberwacher begrüsse ich den regen Wettbewerb im Detailhandel. Im Rahmen unseres Auftrages zur Marktbeobachtung werden wir auch die Preisentwicklung im Auge behalten. Man darf gespannt sein.

Pas de hausse des prix auprès des transports publics!


Keine Tariferhöhungen im Öffentlichen Verkehr - Freude. 
Trasporti pubblici: Nessun aumento del prezzo dei biglietti - Grazie! 

Excellente nouvelle aujourd'hui à Berne concernant (au moins une partie) des transports publics: En tenant compte de la situation économique difficile, ils ont renoncé à une hausse des tarifs! Voici le lien au communiqué de presse de l'UTP, l'Union des transports publics.

C'est une bonne nouvelle pour les consommateurs et les consommatrices - et surtout pour beaucoup de familles où les frais de mobilité mangent une part considérable du budget familial. Dans un environnement où beaucoup d'entreprises, qui sont soumises à la concurrence ne peuvent augmenter les prix - ou sont forcées à les baisser, cette décision des CFF et de l'UTP est dans l'intérêt du pays. Lors de ma conférence de presse à la fin janvier, j'avais dit qu'en période économiquement difficile, aussi les entreprises proches de l'Etat - comme par exemple les CFF - doivent assumer leur responsabilité.
Je suis très content que les CFF et l'UTP donnent un premier bon exemple. Merci!

Preis für nicht genutzte Gas-Hauszuleitung teurer als Gasbezug?

Prix pour conduite de gaz non-utilisé
Prezzo per conduttura del gas non utilizzato

Täglich erhalte ich viele Meldungen. Hier ein Beispiel - das zu einem positiven Schluss kam: Eine Frau aus Bülach beklagte sich kürzlich bei mir, dass sie eine nicht mehr genutzte Gas-Hauszuleitung von der Erdgas Zürich AG überwachen lassen müsse. Diese stelle ihr dafür jährlich Fr. 80.- für das entsprechende Überwachungsabonnement in Rechnung. Stossend an diesem Fall fand ich die Tatsache, dass es die Frau günstiger zu stehen käme, wenn sie die Leitung benutzen und eine geringe Menge Erdgas beziehen würde. Dafür müsste sie jährlich nur Fr. 31.50 bezahlen. Ich wandte mich in der Folge an die Erdgas Zürich AG und teilte ihr meine Überlegungen mit. Diese rechnete nach und bestätigte mir, dass das Überwachungsabonnement tatsächlich teurer sei als die Grundgebühr für Kleinstkunden. Man wolle jedoch meine Anregung aufnehmen und eine Preisanpassung für das Überwachungsabonnement per 1. Oktober 2009 prüfen. ubxamz6jt4

Bergbahnen, Skifahren - und Skitouren

Tarif des remontés méchaniques
Tariffe delle funivie svizzere
 

SktiourenLetzte Woche war in Bern Sportwoche. Auch ich war in den Sportferien: Skitouren standen auf dem Programm, im idyllischen La Fouly im Val Ferret in den Walliser Alpen. Was hat das mit dem Preisüberwacher zu tun?

Nun, immer wieder erreichen mich Zuschriften, die Preise bei Bergbahnen betreffen. Gleich vorab: Eingreifen in das Tarifgefüge der Bergbahnen kann ich als Preisüberwacher nicht. Denn ich darf nur dann eingreifen, wenn kein Wettbewerb herrscht. Im Rahmen der Marktbeobachtung dennoch einige Gedanken: Jeder zweite zählt Wandern zu seinen Lieblingssportarten, und rund ein Viertel der Schweizer fahren Ski, wie eine repräsentative Studie des Bundesamtes für Sport BASPO ergeben hat.
Die Bergbahnen setzten in der Saison 2007/2008 eine knappe Milliarde Franken um, wie man der entsprechenden
Publikation des Seilbahnverbandes entnehmen kann. Die entsprechenden Gewinnmeldungen zahlreicher Bergbahnen - vor allem in den grossen Skistationen - letztes Jahr haben gezeigt, dass das Geschäft gut gelaufen ist.  Neun von zehn Bergbahnen haben dennoch auf diese Saison hin die Billetpreise erhöht, wie die Zeitung "Sonntag" am 19. Oktober 2008 aufgezeigt hatte. Als Grund wurden Investitionen in Infrastrukturen, aber auch gestiegene Öl- und Strompreise angeführt.

Jetzt stehen wir mitten in der Saison. Über Schneemangel kann sich diesen Winter kein Skigebiet beklagen. Über die Festtage waren die Skigebiete voll - und auch die laufenden Skiferien bescheren den Bahnen Kunden auf den tief verschneiten Hängen.
Vor dem Hintergrund der gefallenen Energiekosten im Erdölbereich, der Reduktion der Preiserhöhungen für Strom und den guten Schneeverhältnissen kann ich den Ärger von Konsumentinnen und Konsumenten - insbesondere von Mehrkinderfamilien - über die Preiserhöhungen nachvollziehen. Auch die neue Praxis, dass Keycards für Skikarten an einzelnen Skidestinationen nicht mehr mit einem Depot belegt und anschliessend zurückgegeben werden können - sondern neu gekauft werden müssen, trifft zu Recht auf Kritik.
Kurzum: Ich bin gespannt, welche Abschlüsse die verschiedenen Bergbahnen Ende Saison vorlegen werden.

Dennoch: Im Bereich des Wintersports herrscht Wettbewerb. Wir alle haben die Wahl, wo wir unsere Skiausflüge hin machen. Auf dem Internet publizierte Listen und Tarife der Bergbahnen geben uns die Möglichkeit, zu vergleichen. Denn im Bereich der Tarife für Bergbahnen ist die Kompetenz des Preisüberwachers von Gesetzes wegen beschränkt.
Mein Tipp: Machen Sie sich kundig, wo sie zu günstigen Preisen Skifahren können. Nutzen Sie den Wettbewerb. Aber Obacht: Nicht allein die Kosten der Bahnen sind zu berücksichtigen - auch die Hotel- oder Ferienwohnungspreise, die Restaurantpreise und der Preis der Anreise muss berücksichtigt werden.

Und wenn Sie gar kein Geld für Bahnen ausgeben wollen - machen Sie es wie ich: Unternehmen Sie eine Skitour - dann sind Sie von den Tarifen der Bergbahnen gänzlich unabhängig.